Toby
Oh Schreck – nicht schon wieder ein Hund! Der
Gesichtsausdruck unserer Katzen Jeanny und Karlchen sprach
Bände, als Toby am 24.11. auf sie zustürmte. Mittlerweile hat
Toby gelernt, etwas ruhiger mit seien Mitbewohnern umzugehen,
und die Katzen ihrerseits akzeptieren Toby. Man liegt schon
zusammen auf dem Sofa! Das Zusammenleben mit den Pferden klappte
vom ersten Tag an problemlos.
Toby, unser kleiner „ griechischer Straßenköter“ ist mit 7
Monaten und 63 cm Schulterhöhe ein ganz feiner Hund, und wir
sind sehr froh, dass er bei uns ist. Ich denke, er fühlt sich
bei uns auch wohl. Er hat täglich mehrstündigen Auslauf, davon
kann er allein schon morgens eine Stunde frei über die Weide
toben - und das braucht er auch, denn er ist ein sehr
lauffreudiger Hund.
Da er keinen Jagdtrieb zeigt, können wir ihn schon jetzt
frei im Gelände laufen lassen und er hält von sich aus
gut Kontakt. In der Nachbarschaft hat er schon einige
Hundekumpels mit denen er häufig spielt, darunter zwei
Labradorwelpen in seinem Alter.
Toby ist immer gut drauf, spielt natürlich für sei
Leben gern mit allem was sich bewegt oder bewegen lässt
und verträgt sich mit allen. Er hat eine gesunde
Vorsicht vor Dingen, die er nicht kennt, lässt sich aber
schnell von der Harmlosigkeit von Staubsaugern oder
Pferdedecken überzeugen. Er lernt schnell und gerne.
Dies wird in der Hundeschule auch entsprechend
gefördert.
Unsere Hochachtung vor den Leuten, die Toby in Griechenland vom erstem Lebenstag an so gut betreut und sich mit ihm und den anderen Tieren der Auffangstation so liebevoll beschäftigt haben. Nur dies hat ermöglicht dass Toby so ein feiner und problemloser Hund ist. Wir möchten ihn nicht mehr missen.
Alf, der Große
Ende Oktober 2003 erreichte uns ein Hilferuf aus
Mallorca. Ein fünfjähriger Doggenrüde namens Alf war von
seiner Familie verstoßen worden und suchte samt seinem
Pinscher-Kollegen Rocky pfotenringend ein neues Zuhause.
Nun war guter Rat teuer, welcher hundeliebende Halter
nahm so ein großes Tier auf und dazu noch sein kleines
Maskottchen.
Unsere Freude war riesengroß, als wir nach einigen
Telefonaten über eine Bekannte eine angeblich 1a-Adresse
bekamen, die sich beider Tiere annehmen wollten. Sie
waren sogar bereit, Alf und seinen kleinen Freund vom
Flughafen abzuholen und alles schien perfekt zu sein.
Nichtsdestotrotz fuhren wir zwei Tage später zu der
angegebenen Adresse und im Sinne des Wortes traf uns
fast der Schlag. Die erstklassige Adresse des neuen
Hundehalters, die uns mit einem Haus am Waldrand und
großem Grundstück geschild
ert wurde, entpuppte sich als
kleine Wohnung in der zweiten Etage eines direkt an
einer verkehrsreichen Straße gelegenen und ziemlich
heruntergekommenen Mietshauses. Einen Waldrand haben wir
überhaupt nicht gesehen und das große Grundstück erwies
sich als ca. 20 qm großer vollgemüllter Hinterhof.
Zusätzlich zu den beiden Neuankömmlingen sprang noch
eine Kampfhündin zwischen zwei kleinen Kindern und
mehren Kaninchen im ebenfalls sehr gepflegten Wohnraum
der Familie herum.
Die völlig verängstigten Kaninchen nahmen wir sofort mit und brachten sie bei einer uns gutbekannten Tierschützerin unter, die sich sofort liebevoll um die Mümmelmänner kümmerte. Nachdem wir den ersten schlimmen Eindruck verdaut hatten, stand fest, daß Alf und Rocky hier nicht bleiben konnten und sollten.
Bereits am nächsten Morgen holten wir die
beiden Hunde dort in aller Frühe ab. Nun hatten
wir eine Deutsche Dogge in Pflege, die größer
war als ihre Pflegemutter und dieselbe beschlich
auch ein mulmiges Gefühl hinsichtlich der
Vermittlung. Alf gehörte mit seinen fünf Jahren
als Dogge bereits zu den Altrüden - große Hunde
zu vermitteln, gestaltet sich ohnehin schwierig
und dann das Alter dazu.....Hoffentlich blieb
Alf uns nicht für den Rest seines Hundelebens
erhalten. Während wir uns noch mit diesen
Gedanken quälten, fuhr Frau Sprang auf den Hof -
eigentlich nur um Leckerchen für unsere Hunde zu
bringen. Alf sehen und lieben war eins und nach
kurzer Zeit kam sie mit ihrem Mann und noch mehr
Leckerchen wieder. Selbst konnten sie Alf nicht
zu sich nehme
n, sie hatten einen sehr dominaten
Dobermann-Rüden Rufus, der einen Nebenbuhler,
noch dazu einen größeren als er selbst ist,
nicht geduldet hätte. Aber sie hatte einen Sohn
und eine Schwiegertochter, die in unmittelbarer
Nachbarschaft wohnten und noch keinen Hund
haben. Auch hier, Sohn wie Mutter, Alf sehen und
lieben war eine Minutensache und Alf wurde
adoptiert.
Nach anfänglichen Eingewöhnungsproblemen
seitens Alf und dem gemeinsamen liebe- und
respektvollen Zusammenleben seitens der
Zweibeiner wurde Alf schnell zum treuen
Familienmitglied und Kumpel für Bianca und Guido
und zum Knuddelfreund für Piél, Gerrit und
Colin.
PS: Heute hat Alf ein großes Grundstück - zwar auch nicht am Waldrand, aber viel Felder und Wiesen zum Spazierengehen. Rocky wurde ebenfalls an eine Familie mit Kindern vermittelt und ist dort genauso der Liebling der Familie wie sein großer ehemaliger Spielkamerad.
Alf
Wie ich hierher komme, weiß ich nicht mehr. Ich irre
in einer mir unbekannten Gegend umher, habe Hunger und
weiß nicht weiter. Da hält plötzlich ein Auto, zwei
Leute steigen aus, nehmen mich auf den Armen und fragen
mich, wo ich herkomme. Gern würde ich ihnen antworten,
aber sie verstehen mich ja doch nicht. Sie beraten sich
noch ein wenig und fast habe ich Angst, dass sie mich
wieder aussetzen und meinem Schicksal
überlassen.....aber sie nehmen mich mit, und geben mich
bei den Tierfreunden Uedem ab. Dort strolche ich
zunächst allein durch den Garten, ein älterer dicker
Mann hat mir Leckerchen gegeben und es riecht dort
angenehm nach Artgenossen. Diese tauchen auch
urplötzlich auf; sie waren bei meiner Ankunft deshalb
nicht zugegen, weil sie zum nachmittäglichen
Hundespaziergang waren. Große Güte, ich dachte mich
trifft der Schlag, kommen da vier große Ungetüme auf
mich zugeschossen. Sofort nehme ich meine kleinen,
krummen Beinchen in die Hand und rette mich pfeilschnell
in eine sichere Ecke. Puuuuhhh, gerade mal so geschafft,
die Verfolger abgehängt....ja, aber eigentlich können
die ja so gefährlich gar nicht sein, denn keiner
interessiert sich mehr für mich. Was sind das denn für
Bewacher von Haus und Hof? 
Nach einigen Minuten des Überlegens wage ich mich zurück. Drei sind absolut spielbereit, nur ein sogenannter Rico will mich einfach nicht mitmachen lassen. Eigentlich will ich ja auch gar nicht spielen, irgendwie bin ich müde und schlapp, möchte, wenn möglich, möglichst viel leckeres Fressen und mich dann zur Ruhe begeben. Aber dieser Rico will mich einfach nicht in Ruhe lassen. Nach einigen Attacken gegen mich platzt der Rudelführerin der Kragen und der laut schimpfende Rico wird am Kragen bzw. am Halsband gepackt und ins Gartenhaus verfrachtet. Dort mault und schimpft er, was das Zeug hält und stößt die wüstesten Drohungen gegen mich und die Rudelführerin aus - was mir ziemlich egal ist und die Rudelführerin versteht seine Drohungen ohnehin nicht.
Zu meiner großen Freude werden mehrere Näpfe mit leckerem Futter gefüllt, oh wie schön...bis obenhin - doch zu meinem großen Entsetzen wollen sich die anderen Hunde ebenfalls an diesen Näpfen gütlich tun. Das würde ja bedeuten, dass ich mit nur einem Napf vorlieb nehmen müsste und das kann ich nicht einsehen. Ich leide seit Tagen Hunger und diese verwöhnten Kollegen futtern sich hier, wahrscheinlich schon seit Menschen- bzw. Hundegedenken, herrlich satt.
So nicht Freunde! Ich bin zwar der Neue hier, aber
gleichzeitig der Gefräßigste und dementsprechend fange
ich mit den anderen mächtig Ärger an. Schwuppdiwupp,
packt man mich ebenfalls am Kragen und schiebt mich in
einen ebenfalls geschlossenen Raum. Allerdings wird mein
gutgefüllter Napf nachgereicht, das versöhnt mich schon
wieder etwas. Ratzfatz, das Ding ist leer und draußen
höre ich meine Kollegen immer noch schmatzen - wie lange
brauchen die denn für so ein Ding? Die Türe wird wieder
geöffnet und ich stürze raus, um wenigstens noch ein
paar Reste zu ergattern - Fehlanzeige, alles
leergefressen!
Nach den Aufregungen bin ich nun wirklich
rechtschaffen müde und wanke zur Hundehütte am anderen
Ende des Gartens. Ein nettes Dach über dem Kopf, eine
warme Decke, Hundeherz was willst du mehr. Sofort
versinke ich in meinen wohlverdienten Schlaf und träume
vom Frühstücksbüfett, welches mich morgen früh erwartet.
Allerdings erwartete mich am nächsten Morgen auch
Yvonne, die Tierarzthelferin, und nahm mich mit zur
Praxis. Bäääähh, wie das da riecht und eine steile
Treppe soll ich auch noch heruntersteigen. Ne Freunde,
da müsst ihr mich schon tragen - schließlich bin ich
schon älter. Wie alt ich eigentlich bin, das höre ich
dann von der Tierärztin. Geschätzt werde ich auf 12
Jahre, einen Herzfehler soll ich haben und völlig
verfloht bin ich auch; dafür zieren mich aber schöne,
beißfeste Zähne. Man behandelt dort meine "Gebrechen"
und Gott sei dank befreit man mich auch von den vielen
Flöhen.
Weil ich medizinisch noch ein wenig versorgt werden
muss, bleibe ich erst mal bei Yvonne. Die Puppe ist ja
recht ansehnlich, gefällt mir gut. Nicht so gut gefällt
mir, dass die zuhause ein paar weitere Kumpels meiner
Rasse hat. Einer davon ist riesig, kommt mir vor wie ein
Elefant und so benimmt der sich auch. Nee, mit diesen
ganzen Artgenossen und ihrer wilden, ungestümen
Art....da komme ich älterer, inzwischen gepflegter Herr
mit guten Umgangsformen doch nicht zurecht. Ich will ein
eigenes Zuhause, wo man mich verwöhnt und ich die Nummer
Eins bin. Wie sie es gemacht haben, weiß ich nicht. Es
kommen mehrere Interessenten für mich, aber die meisten
verabschieden sich recht schnell wieder, wenn sie mein
Alter hören und dass ich einen Herzfehler habe. Dann
erscheinen glücklicherweise meine zwei Pflegeengel in
Gestalt der Eheleute Vos aus Kevelaer. Sie adoptieren
mich als Pflegehund ohne „Wenn und Aber“ und aufgrund
der mir angediehenen Pflege, Sorgfalt und Aufmerksamkeit
hat meine ehemalige Pflegemutter mich vor einigen Tagen
nicht wiedererkannt. Ich bin nach wie vor ein älterer,
gepflegter Herr mit guten Umfangsformen......aber ich
strahle regelrechte Lebensfreude aus und der liebe
Umgang lässt mich um Jahre jünger wirken. Mein
hunde-ehrliches Dankeschön an meine Pflege-Eltern und
die Personen, die meinem herbstlichen Hundeleben noch
einen Sinn gegeben haben.
Euer Alf
Max
Kaum vom frühmorgendlichen Hundelauf zurück, läutet
das Telefon und was soll auch anderes sein......jemand
will einen Hund abgeben. Nur dieses Mal ist es etwas
anders. Ein praktischer Arzt bittet uns darum, dass wir
den Hund einer Patientin aufnehmen, deren kleine Kinder
unter einer schlimmen Hundehaar-Allergie leiden. Für den
Hund müsse schleunigst ein neues Zuhause gesucht werden.
Nach Aussagen des Arztes solle es sich um einen
einjährigen Golden Retriever handeln.
Wie von dem Arzt gewünscht, nahm ich telefonischen
Kontakt zu der Halterin auf, welche sich aber nur bereit
erklärte, den Hund bis zur Tierarztpraxis in Kleve zu
bringen. Also informierte ich unsere Tierwärtin Yvonne,
dass dort im Laufe des Vormittages ein einjähriger
Retriever abgegeben werden sollte, der bitte noch
geimpft, entwurmt und gechipt werden müsse. Wenige
Stunden später ruft mich Yvonne an und zweifelte an
meinen ohnehin dürftigen Rassekenntnissen. Der Hund
entpuppte sich als neunjähriger, völlig verwahrloster
Border Collie. Er litt unter starkem Flohbefall, hatte
bereits Ekzeme und dicke Tumore am Hinterteil - alles in
allem, eine wirklich bemitleidenswerte Kreatur.
Einmal in der Tierarztpraxis angekommen, wurde er
sogleich tiermedizinisch versorgt. Nachdem wir ihn
zuhause schön einshampooniert und mit lauwarmen Wasser
abgespült hatten - was er sich entgegen unseren
Erwartungen sehr gern gefallen ließ, sah er auch wieder
halbwegs gepflegt aus. Max war auch ein wirklich lieber
und anhänglicher Hund, trotzdem stellte sich uns die
bange Frage: An wen sollten wir einen neunjährigen
Border Collie, dem durch das Flohekzem etliches seines
Haarkleides fehlte vermitteln, was durch die
unansehnlichen Tumore am Hinterteil des Hundes noch
zusätzlich erschwert wurde? Wir formulierten ein
entsprechendes Vermittlungsinserat und suchten
eigentlich eine Pflegestelle für ihn, was bedeutete,
dass wir weiterhin für sämtliche Kosten wie Tierarzt,
Futter, Versicherung etc. aufkommen würden. Unserer
gebeutelten Tierschutzkasse wäre das zwar alles andere
als förderlich gewesen, aber wir wussten uns keinen
anderen Rat
Kaum waren die Niederrhein Nachrichten am Samstag
verteilt, erhielten wir den Anruf von Frau Schwanke, die
sich für Max interessierte. Sie nahm auch sofort die
nicht gerade kurze Wegstrecke von Eyll nach Uedem in
Kauf und stand kurze Zeit nach dem Telefonat Max
gegenüber. Überglücklich vernahmen wir ihren Entschluss,
dass sie Max zu sich nehmen wollte und zwar nicht als
Pflegestelle, sondern als endgültige Halterin.
Wenige Tage später brachten wir Max zu seiner neuen Halterin und zuerst gab er sich etwas reserviert. Wie Frau Schwanke uns berichtete, hielt dieses Reserviertheit auch einige Tage an, aber dann begann er sich an sein neues Zuhause und seine neuen Halter zu gewöhnen. Täglich absolviert er mit seinem Frauchen lange Spaziergänge durch Feld und Wald und zwischendurch lässt er sich auch gern beschmusen und streicheln. Aber ein richtiger Schmusehund wird er wohl nie werden; kurzgehaltene Streicheleinheiten sind ihm am liebsten. Dank der guten und sorgfältigen Pflege seines Frauchens ist aus ihm zwischenzeitlich ein richtiger hübscher und wieder mit schönen Fell ausgestatteter Hund geworden. Wir freuen uns sehr, dass er als alter "Knochen" noch so ein schönes Zuhause gefunden hat und danken Frau Schwanke an dieser Stelle nochmals ganz herzlich für ihr großes "Hundeherz".
Valerie
Valerie kam im August 2003 zu uns und zunächst war es
keineswegs "Liebe auf den ersten Blick; was aber auf
Gegenseitigkeit beruhte. Als einer von vielen
Straßenhunden in Athen hatte sie vermutlich nicht die
besten Erfahrungen mit Menschen gemacht und begegnete
uns daher anfangs mit Gleichgültigkeit. Aufmerksam auf
Valerie wurden wir durch mehrere Zufälle.
Nachdem unser alter Hund an Krebs gestorben war,
vermißten wir nach ca. sechs Monaten das Zusammenleben
mit einem Tier doch sehr, obwohl unser Kater Luigi - wie
immer mit stolzgeschwellter Brust - die Stellung hielt
und es eigentlich ganz prima fand, daß nun alle
Aufmerksamkeit ihm allein zuteil kam. So machten wir uns
langsam auf die Suche nach einem "neuen" Hund. Fest
stand nur, daß es ein Hund aus einem Tierheim sein
sollte, weil wir wußten, daß dort genügend arme
Kreaturen auf ein neues Zuhause warten. Durch eine
Freundin wurde ich auf die Arbeit der Tierfreunde Uedem
aufmerksam und der erste Kontakt per Telefon war schnell
hergestellt. Die ersten Fotos von Valerie und einigen
anderen Kandidaten erreichten uns im Sommer 2003, wobei
uns die Beschreibung von Valerie eher traurig stimmte.
Sie entsprach nun wirklich nicht dem gängigen
Schönheitsideal und war zudem noch mit Leishmaniose
infiziert. Mit anderen Worten: ihre Chancen auf eine
Vermittlung standen ziemlich schlecht. Wahrscheinlich
auch gerade deshalb und wegen ihres lieben
Gesichtsausdrucks wurde sie unser Wunschkandidat. Wir
beschlossen, sie zunächst einmal für eine Woche mit in
Urlaub zu nehmen und zu testen, wie wir zueinander
passen. Schnell stellte sich heraus, daß Valerie einfach
nur ein Herzchen war, liebebedürftig, immer auf
Streicheleinheiten aus, zufrieden mit einem bequemen
Plätzchen, leckerem Essen (ziemlich wichtig) und kleinen
Spaziergängen. Schnell stellten sich aber auch weitere
gesundheitliche Probleme Valeries heraus, die auch den
Tierfreunden Uedem sonicht bekannt gewesen sind.
Inzwischen war völlig klar,daß Valerie bei uns bleibt
und deshalb stellten wir sie unserem Tierarzt/Tierärztin
vor, für den die Behandlung auch eine Herausforderung
wurde, da die Behandlung Leishmanioser-infizierter Hunde
in vielen Gegenden noch nicht zur täglichen Routine
gehört - auch deshalb, weil es noch nicht viele
Hundehalter gibt, die solchen Hunden eine Chance geben.
Auch wir mußten uns mit den Krankheitsbild erst mal
beschäftigen und lernen, was es bedeutet, einen
Leishmaniose infizierten Hund zu haben. Letztendlich hat
sich aber gezeigt, was sich wohl in der Praxis auch
immer wieder bestätigt: eine Infektion bedeutet noch
lange nicht den Ausbruch der Krankheit, sondern daß bei
den meisten Tieren die Krankheit überhaupt nicht
ausbricht, wenn es ihnen gutgeht und sie mit "ihrem"
Menschen klarkommen und sich im neuen Zuhause pudelwohl
fühlen. Wir können diese Aussagen heute - nach über
einem Jahr - nur voll und ganz bestätigen. Valerie geht
es gut, sie bekommt kontinuierlich ein Medikament, daß
den Virus "sozusagen" im Schach hält. Auch die Kosten
für dieses Medikament sind unerheblich.
Allerdings war es in diesem speziellen Fall von
Valerie ein etwas längerer Weg bi szu ihrem heutigen
topfiten Gesundheitszsutand. Wie schon erwähnt, Valerie
war Leishmaniose-infiziert und der Virus hatte auch ihre
Leber bereits angegriffen, was deutlich an ihren
gelblichen Augen zu sehen war. Aber unser
Tierarzt/Tierärztin beschäftigten sich ausgiebig mit
dieser Infektion, setzten sich mit verschiedenen
Instituten in Verbindung und taten alles mögliche, um
die Infektion schnell in Griff zu bekommen. Schon nach
wenigen Wochen bemerkten wir eine deutliche Besserung
und glaubten, die Sache in Griff zu haben.
Leider nahm die Krankheitsgeschichte unserer armen
Valerie dann aber doch noch eine unerwartete Wendung und
es sollte noch schlimmer kommen. Ungefähr im September
2003 begann Valerie, ständig aus der Scheide zu bluten.
Erst nur wenige Tropfen, dann wurde es immer mehr. Die
zytologische Untersuchung ergab, daß es sich entweder um
ein malignes, also bösartiges Lymphon handelt oder ein
sogenanntes Sticker-Sarkom. Um die ganze Sache noch
schlimmer zu machen, wurde noch ein bzw. mehrere
Geäusetumore festgestellt, von denen mindestens einer
ebenfalls bösartig war. Nun gaben unsere Tierärzte -
inzwischen wurde noch ein weiterer zu Rate gezogen -
unserem "dicken Dackel" keine Chance mehr.
In Tränen aufgelöst teilte ich dieses unheilvolle Diagnose Frau Osterkamp von den Tierfreunden Uedem mit, die diese Information sofort an den Tierschutz in Griechenland weitergab. Kurze Zeit später erhielt ich von dort einen Anruf, der uns erst einmal wieder hoffen ließ. Aufgrund der größeren Erfahrung mit solchen Krankheiten teilte mir Frau Winterscheidt mit, daß ein Sticker-Sarkom durchaus zu behandeln sei, nur sei diese Behandlung aufwendig und langwierig. Um mit dieser Behandlung beginnen zu können, mußte aber erst die Operation am Gesäuge durchgeführt und die dortigen Tumore entfernt werden.
Glücklicherweise hatten sich noch keine
Lungenmetastasen gebildet - in diesem Falle hätte unsere
Valerie keine Chance gehabt. Danach hatte Valerie nur
wenig Zeit sich von ihrer Operation zu erholen.
Eine zweite zytologische Untersuchung bestätigte, daß
es sich um ein Sticker-Sarkom handelt und nun begannen
wir mit der Behandlung (Chemotherapie). Die Beschaffung
des benötigten Medikamentes war in Deutschland nicht so
einfach und so brachte uns Frau Winterscheidt die ersten
Ampullen aus Griechenland mit. Das Medikament wurde
einmal wöchentlich in kleinen Dosierungen injeziert,
damit der Körper sich zwischendurch wieder etwas erholen
konnte. Soweit ich weiß, ist es ein hochwirksames
Medikamt gegen Krebs und mit entsprechender Vorsicht
ging man in der Praxis auch damit um. Die Behandlung zog
sich über Wochen hin und ganz langsam bildete sich der
Tumor zurück. Im Dezember 2003 stellte ich heraus, daß
die Ampullen für die Behandlung nicht reichen, die
Beschaffung neuer war aber nur über die internationale
Apotheke möglich und dauerte erhebliche Zeit. Endlich
traf das so ersehnte Medikament ein und nachdem Valerie
ihre erste Infusion erhalten hatte, ging es ihr
plötzlich sehr schlecht. Ihr schlechter Zustand
verschlimmerte sich sogar, sie erbrach alles und es war
offensichtlich, daß sie das Medikament nicht vertrug. So
mußte die dringend erforderliche Behandlung wieder
abgesetzt werden. Es stellte sich heraus, daß
irgendetwas in der Zusammensetzung nicht genauso war,
wie bei dem ersten Medikament aus Griechenland. Noch
einmal mußte über die internationale Apotheke bestellt
werden und es verging wieder eine nicht endenwollende
Zeit zwischen Hoffen und Bangen. Endlich aber traf das
völlig identische Medikament ein und die Behandlung
konnte fortgesetzt werden. Ungefähr im Februar 2004 -
nach 12 Chemotherapien - war der Tumor komplett
verschwunden und mit uns freute sich das gesamte
Praxisteam.
Valerie und uns stand ein schöner Sommer bevor und
sie genoß sichtlich das ihr geschenkte Leben - wenn sich
ihre Freude auch darauf beschränkte, gemütlich auf der
Decke zu liegen und ihre Ruhe zu genießen.
Als ob das Vorangegangene nicht schon genug gewesen
wäre, entdeckten wir im August einen großen Knoten an
ihrem Gesäuge. Unser Tierarzt diagnostizierte einen
rasch wachsenden Tumor, was für unsere Valerie, die
alles mit so unendlicher Geduld über sich ergehen ließ,
eine erneute Operation bedeutete. Wieder einmal wurde
der Bauch aufgeschnitten, wieder einmal ein Gesäugetumor
entfernt und wieder einmal sind auch diese Wunden
inzwischen verheilt.
Unser dicker Dackel erholt sich von den Strapazen auf
ihrer Lieblingsdecke, ruht viel und quittiert jede
freundliche Ansprache mit einem noch freundlicheren
Schwanzwedeln. Manchmal hat man den Eindruck, träumt sie
während des Dösens noch von ihrem früheren Leben auf der
Straße. Sie gibt knurrende oder ängstliche Laute von
sich oder zuckt angespannt mit den Pfoten und dem
gesamten Körper. Ihr ganz großes Hobby ist "Autofahren".
Sie genießt es sichtlich, bei ihren Menschen bzw. ihrem
Rudel zu sein, auf einem weichen Polster zu liegen,
etwas von der Gegend zu sehen, ohne sich selbst dabei
groß in Laufaktion zu bringen.
Ihr zweites Hobby macht unserem Kater Luigi weniger
Spaß, d.h. nur manchmal. Ab und an packt sie der alte
Jagdinstinkt und den jagt sie den verdatterten Luigi
durch den Garten. Wenn er sich von der ersten
Überraschung erholt hat, spielt er dieses Spielchen aber
gern mit und provoziert es manchmal sogar. Trotz ihrer
sicherlich nicht nur positiven Erfahrungen mit unserer
"Rasse" begegnet Valerie allen Menschen mit
Freundlichkeit und Zutrauen und ist verträglich mit
allem und jedem. Wir sind heute sehr froh, daß wir uns
für Valerie entschieden haben - auch, wenn es nicht
immer einfach war.
Bedanken möchten wir uns zum Abschluß bei allen, die
uns immer wieder unterstützt und es damit erst möglich
gemacht haben, daß Valerie heute noch bei uns ist.
Die Tierfreunde Uedem e.V. haben uns nie im Stich
gelassen und uns immer wieder finanziell unterstützt und
außerdem die hohen Kosten für die aufwendigen
Operationen und Behandlungen von Valerie übernommen.
Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt, aber ich
schließe diese kleine Geschichte mit einem hoffentlichen
"Happy-End" ab und hoffe, daß die nächsten Kapitel von
Valeries Leben" noch noch schöne und erbauliche Episoden
enthalten.
Mechthild Reimertz & Jean Monami, Werl
Mira
Im Frühjahr diesen Jahres brachten mitleidige
Personen die beinverletzte Mira zur Auffangstation in
Nikiti, in der Hoffnung, daß man der schwerverletzten
Mira hier noch helfen konnte. Wie auch immer es passiert
ist, Mira fehlte vorn rechts fast zwei Drittel ihres
Laufs und der übriggebliebene Stumpf sah alles andere
als gut aus. Mira wurde von dem dort arbeitenden
Tierarzt und Samira versorgt und die Wunde heilte. Wie
es zu dieser Verletzung kam, wissen wir nicht. Ein
Autounfall ist genauso möglich wie eine vorherige
schlechte tierärztliche Behandlung.
Nach einiger Zeit war die Wunde komplett verheilt und Mira tollte mit den anderen Hunden über das Gelände der Auffangstation. Der Zeitpunkt, sie nach Deutschland zur Vermittlung zu schicken, rückte näher - aber wer interessiert sich für eine dreibeinige, nicht mehr ganz junge Hündin? Schon einige Monate vorher hatten die Eheleute Laidsaar Kontakt zu uns aufgenommen. Sie suchten für ihren dreijährigen, sehr lebendigen Schäferhund Rex eine Spielgefährtin. Ihren Rex hatten sie vor zwei Jahren völlig verhungert und ausgetrocknet, mit schweren Darmproblemen am Autobahnrand im Gebüsch an einem Baum festgebunden, gefunden und ihn mit viel Geduld und Liebe zu einem lebensfrohen Hund gemacht.
Wir dachten uns, wenn sie sich mit Rex soviel Mühe
gegeben haben, vielleicht reicht ihre Fürsorge und Liebe
auch noch für unsere arme Mira. Eine telefonische
Anfrage genügte, Familie Laidsaar ließ sich Mira kurz
beschreiben und machte sich wenige Tage später auf den
Weg, um Mira am Flughafen in Empfang zu nehmen.
Natürlich blieb Rex die Hauptperson bzw. der Haupthund, aber Mira bekam ein gehöriges Teil ihrer Hundeliebe ab. Anfänglich war es nicht einfach. Mira gewöhnte sich nur langsam ein, ließ des öfteren ein Bächlein oder auch ein Häufchen in der Wohnung zurück und strapazierte die Zuneigung ihrer Familie manchmal über Gebühr. Die täglichen Spaziergänge genoß sie trotz ihrer Behinderung sehr und Rex entwickelte sich immer mehr zum Beschützer.
Inzwischen sind Rex und Mira die dicksten Hundefreunde, kein Hund darf seiner geliebten und durch ihre Verletzung natürlich gehandikapten Mira zu nahe kommen - da baut er sich zum Held auf - nicht immer zur Freude seiner Halter und den anderen Hunden. Auch Mira fühlt sich inzwischen zuhause und hat sich den Familienregeln des Zusammenlebens angepaßt.
Uns freut es sehr, daß wir gleich beim ersten Anlauf der Vermittlungsgespräche auf solche Hunde-Fürsorger und Betreuer wie Familie Laidsaar gestoßen sind.
Tammy
Hallo Leute, mein Name ist Tammy . Ich möchte euch
erzählen wie ich mit Hilfe von Frau Osterkamp und
anderen lieben Zweibeinern bei meiner Familie gelandet
bin. Ursprünglich stamme ich aus Griechenland. Meine
Aussichten dort waren sehr schlecht. Deshalb holten mich
diese Zweibeiner nach Deutschland, um hier eine Familie
für mich zu finden.
Zuerst landete ich als putziger Welpe bei Leuten, die
mit mir nicht zurecht kamen. Da sie mich nicht
verstanden, und ich sie auch nicht, wollte ich ihre
Wohnung umgestalten. Ich war mir sicher, sie würden sich
darüber freuen. Falsch gedacht! Meine Bemühungen waren
umsonst. Zum Glück gaben sie mich mit acht Monaten
wieder bei Frau Osterkamp ab. Diese Leute behaupteten,
ich könnte k
eine Beziehung zu Menschen aufbauen. Frau
Osterkamp sah mir in die Augen und konnte es nicht
glauben. Sie suchte weiter, und bald landete ich bei
Familie Wagener.
Ich gehöre jetzt zu dieser Familie. Hier ist richtig
was los. Ich darf rennen und toben. Mit meinen elf
Monaten brauche ich das auch. Kleine und große
Missverständnisse werden sofort diskutiert. Manchmal
gebe ich nach, denn dafür werde ich belohnt. Das Beste
aber ist, in dieser Familie gibt es noch einen
Vierbeiner Namens Satchmo.
Er hilft mir die Regeln der Familie zu lernen. Es
sind sehr viele und ich kann nur ein paar davon. Satchmo
sagt, man muss nicht alles sofort können. Ich werd schon
noch alles lernen. Auch die Zweibeiner meiner Familie
lernen mich nach und nach kennen. Für meine Knabberlust,
liegen Kauknochen und Spielsachen bereit. Bei manchen
Ausflügen können mich die Zweibeiner nicht immer
mitnehmen, und ich muss Zuhause bleiben. Satchmo bleibt
dann auch da (ich bin ein Angsthase) und passt auf mich
auf.
Wenn wir wieder alle zusammen sind, muss ich mir für
jeden von ihnen Zeit nehmen. Es wird getobt und
geschmust. Die Haus-, und Gartengestaltung muss ich
stark einschränken, da keine Zeit bleibt. Ach was soll´s,
das toben, ist drei mal besser. Die Regeln für die Nacht
sind mir bekannt. Wir werden auf mehreren Zimmern
verteilt. Satchmo und ich schlafen im Wohnzimmer.
So, Leute, ich mach jetzt Schluss. Die anderen rufen
mich schon wieder. Aber eins will ich auf gar keinen
Fall versäumen: Einen großen Dank an Frau Osterkamp und
den anderen lieben Leuten, die sich um mich gekümmert
haben.!
Liebe Grüße von Tammy und Familie
P.S. Hier noch ein paar Regeln die mir schon klar
sind:
1. Ich darf keine Katzen jagen (schade).
2. Verlassen des Hauses nur in Begleitung (schwierig
aber machbar).
3. Satchoms Bett darf nicht zerbissen werden.
4. Zerren an der Leine nicht erwünscht (klappt nicht
immer).
5. Ich darf auf gar keinen Fall Gäste anspringen (ist ja
klar).
6. Keiner darf dem anderen wehtun (Diese Regel
beherrscht Satchmo beim toben nicht immer)...
Paco
Mein Mann Henrik und ich sind sensibilisiert für die
Deutsche Dogge und den Deutschen Boxer. Wir sind aktiv
im Tierschutz tätig - siehe unsere HP: www.doggenschutz.de
Im August 2003 hörten wir von der schwer erkrankten
spanischen Boxerhündin Antje, die wir später in Tinchen
umtauften, und entschlossen uns, diese arg in
Mitleidenschaft gezogene Boxerhündin bei uns
aufzunehmen.
Tinchen war wirklich sehr, sehr krank und sie lebte
trotz ihres jungen Alters von 3 Jahren leider nur 4
Monate bei uns. Sie starb letztendlich an Nierenversagen
am 30. November 2003.
Unsere Trauer war sehr gross - wir haben es uns zur
Aufgabe gemacht, immer die alten und kranken Hunde bei
uns aufzunehmen. So eine Dogge war gerade nicht in der
Vermittlung - aber bei Boxer in Not - da war er - der
Boxerrüde Paco.
Er wurde uns als 7jährig vorgestellt - mein Mann war
aufgrund des hohen Alters wenig begeistert von meiner
Idee, ihn zu übernehmen. Er sagte: "der gibt ja gleich
wieder den Geist auf"... Männer... wir fuhren los - zu
Frau Osterkamp in die Pflegestelle und wurde von unserem
Boxersenior Paco freudig begrüsst. Die grosse Freude war
auf beiden Seiten. Dass ist bis heute so geblieben.
Es gab ein Süppchen nach der langen Fahrt, wir
machten mit unserem neuen Familienmitglied einen
Spaziergang und dann ging es los - nach Hause. Auf dem
Rückweg blickte ich in den Imfpass und stellte fest:
Paco ist
bereits 8 1/2 Jahre! Nun ja - was soll`s...
Am 15. Mai 2004 ist Paco 9 Jahre alt geworden - und
dieser Hund ist eine wahre Freude. Er war zunächst
Magen-Darmmässig sehr krank - lange Zeit konnten wir
nicht herausfinden, was der Paco eigentlich fressen
durfte und was nicht. Er hatte permanent blutigen
Durchfall und musste sich auch häufig übergeben und
hatte ständig mit Magenaufgasungen zu tun. Häufig sind
wir als Notfall in die Tierklinik gefahren - immer mit
der Angst, der Magen könnte drehen... wir haben aber
bereits seit längerem alles, dank unserer Tierärztin,
wunderbar in den Griff bekommen. Magenschmerzen nur noch
höchst selten...
Wir werden Frau Chicon von Boxer in Not und Frau
Osterkamp als Pflegestelle immer dankbar sein für diesen
liebenswerten Rüden. Paco ist eine Bereicherung für
unser Leben.
Henrik und Lydia Muus aus Pülsen
Diego
Liebe Irmi,
hier kommt die stark "geraffte"
Versions unseres bisherigen Lebens mit Diego. Ich hoffe
es ist nun kurz genug für die Internetseite...
schließlich wollen wir ja niemandem die Show stehlen :-)
... aber ich kann schwerlich "kurz und bündig"
schreiben.
Am letzten Samstag Morgen im Juli
lachte uns Diego aus der Zeitung entgegen, und als wir
ihn kurze Zeit später in natura sahen, haben wir uns
erst Recht auf Anhieb in ihn verliebt. So kam es auch,
dass wir das Zelten in folgender Nacht abbrachen, um nur
schnell wieder nach Hause zu kommen, und Diego zu uns
holen.
Seit dem ist unser Familienleben
um einiges bereichert! Vor allem um viele
Überraschungen! Und dass unser jüngstes Rudelmitglied
ein kleines Handycap hat – einen operierten Bruch des
linken Hinterbeins, der noch mit einer Platte versehen
ist – hindert weder ihn noch uns daran, uns einfach nur
wohl miteinander zu fühlen. Dieser kluge und
ausgesprochen liebe Hund ist eine absolute Berreicherung
für uns alle.
Was wir alles schon mit Diego
erlebt haben:
Am Vynener See schaute Diego
erstaunt zu, wie unsere Kinder freudig ins Wasser
stürmten. Nach anfänglichem Zögern, ging er mal mit den
Vorderfüßen hinein und stellte fest, aha, das ist
trinkbar! Und dann war plötzlich kein Halten mehr. Mit
wilden, übermütigen Sprüngen stürmte er hinein und
hinaus, versuchte die aufspritzenden Wassertropfen zu
fangen und tauchte ihnen dabei hinterher. Völlig
ausgelassen – wie ein nasser Hund eben ist!
Einige Zeit später fuhren wir zur
holländischen Nordsee und Diego hat sich wohl gefühlt
wie im Paradies: Sand und Wasser, einfach perfekt. Der
Strand wurde umgepflügt und mit mehreren Schlafkuhlen
versehen, die immer wieder optimiert wurden, und zum
ersten Mal ist er auch geschwommen.
Zuhause:
Er stellt rein gar nichts an, so
lange er nicht alleine gelassen wird, aber dann...
Besonders beliebt sind
Leder-Handtaschen, Schuhe und Jacken. Aber nicht dass er
diese Dinge richtiggehend zerstört, nein, Diego hat
grundsätzlich eine Vorliebe für Details! So montiert er
von Jacken die Aufhänger und Knöpfe ab, von den Schuhen
werden die Schuhriemen und eventuelle Schnallen entfernt
(und dann in kleinste Stückchen zerlegt) und von Taschen
die Zips und Träger abmontiert. Alles überflüssiger
Schnickschnack, findet er wohl! Wie sagte die Dame im
Taschen-Laden so schön zu mir, als ich mir zwei neue
Handtaschen kaufen mußte: „Na dann können Sie ihrem Hund
ja dankbar sein!“
In der Lichterketten, die
dekorativ an einem Regal in der Diele hing, hatte er
wohl seinen ganz persönlichen Kalender gefunden, denn
jeden Tag, wenn ich von der Arbeit kam, fehlte ein
weiteres Hütchen, und war inzwischen zu Konfettie
verarbeitet worden. So erging es übrigens auch der Post,
die bisher (jetzt nicht mehr) durch einen Briefschlitz
in der Diele landete... jetzt haben wir einen
Briefkasten!!!
Selbstverständlich war und ist
Diego stubenrein, aber in den ersten zwei Wochen, nach
meinem Urlaub, in dem er zu uns gekommen war, fand ich
fast jedes Mal nach Feierabend in der hinter letzten
Ecke ein (Protest-) Häufchen versteckt. Natürlich bekam
er in aller Deutlichkeit gesagt, dass das absolut Pfui
ist. Schließlich hat er es dann wohl eingesehen...
Inzwischen hat er ein ganz
witziges Ritual eingeführt, wenn ich Mittags nach Hause
komme: Er führt mich erst in den Keller und dann ins
Obergeschoss, und wedelt wie wild, weil er ja rein gar
nicht angestellt hat, und ich mich natürlich
offensichtlich freue, und dann flitzt er wie ein geölter
Blitz in die Küche zu dem Schrank, in dem sich seine
Leckerchen befinden. Ganz schön clever! Und super süß!!!
Gassi-Gehen:
Da Diego wie gesagt super gelehrig
und aufmerksam ist, lassen wir ihn inzwischen auf den
Feldwegen frei laufen. Das klappt prima, denn er kommt
und setzt sich auf Zuruf sofort hin. Er bleibt, auch
wenn das, was er sieht noch so spannend erscheint, am
Platz – und das ist schon wirklich enorm für einen knapp
acht Monate jungen Hund.
Aber von jeder noch so schönen
Regelmäßigkeit gibt es wohl eine Ausnahme: An einem
Morgen bin ich früher zur Arbeit gefahren, und habe ihm
zum Zeitvertreib für den Vormittag schon mal einen
Knochen gegeben. Als mein Mann mit ihm Gassi-Gehen
wollte, kam er erstmal nicht aus dem Körbchen. Dann
doch, allerdings mit seinem Knochen, mußte sich aber
überzeugen lassen, dass dieser Zuhause bleibt. Nachdem
er die wesentlichen Geschäfte erledigt hatte, beschloss
Diego wohl, dass nun Zeit sei schleunigst wieder nach
Hause zu seinem Knochen zu gehen, ungeachtet dessen, was
Herrchen davon hielt.... Und weg war er. Der Schreck war
natürlich groß bei meinem Mann, und Gott sei Dank ist
alles gut gegangen, denn Passanten hatten ihn “mit einem
Affenzahn” direkt zu uns nach Hause rennen sehen. Also
gibt es nun keine Knochen mehr vorm Spaziergang!
Ich könnte noch endlos so weiter
erzählen, denn täglich kommen neue lustige und schöne
Begebenheiten mit Diego hinzu.
Nun steht uns, beziehungsweise vor
allem Diego, noch ein wichtiges Ereignis bevor: Ende
Oktober wird die Platte aus seinem Oberschenkel
entfernt. Ein Besuch bei seinem behandelnden Arzt in
Düsseldorf im September hat uns bestätigt, was wir schon
selbst so empfunden haben: Der Knochen ist gut verheilt,
und das Gesamtergebnis bis jetzt ist optimal. Wir gehen
fest davon aus, dass Diego die Operation gut überstehen
wird, und werden ihn selbstverständlich begleiten.
Danach werden wir alles uns mögliche dafür tun, dass das
Bein und vor allem die Muskulatur endgültig optimal
verheilt, so dass Diego unter seiner “Behinderung” nicht
leiden muss und wird.
Herzliche Grüße an die engagierte
Tierfreunde in Uedem und Griechenland,
Astrid und Jörg
Sunny
eigentlich heiße ich ja jetzt (seit April) SUNNY, aber die lieben Tierfreunde Uedem hatten mich als Fee aufgenommen und mir erst einmal eine warme und liebevolle Unterkunft bei den Osterkamps gegeben. Ich komme ursprünglich aus Spanien, nur kann ich leider nicht von sonnigen Zeiten berichten…
Es dauerte nicht lange, da rief eines Samstagabends meine neue Mama an und kam auch gleich noch zum Spaziergang vorbei! Sie hatte noch Chevy eine junge Magyar Vizsla Hündin dabei, mit der ich mich auf Anhieb gut verstand – Kunststück, wo ich doch ein Mix aus Magyar-Vizsla und Cocker bin. Und ich bin nur ein wenig älter… Nachdem wir bereits nach dem Spaziergang kuschelnd dabei waren beide einzuschlafen, konnte Mama nicht anders, sie musste mich einfach direkt mitnehmen! Jipi
Natürlich gab es im neuen Zuhause
erst einmal richtig Ärger mit Chevy, schließlich war sie
bis dahin ein Einzelkind und wollte so gar nicht recht
alles mit mir teilen… Aber dann bin ich am 3. Tag
einfach mal abgehauen… 15km hab ich geschafft und bin
dann von einem lieben Bauernpaar wieder eingefangen
worden und Mama konnte mich dort abholen. Tja, und seit
dem sind Chevy und ich unzertrennlich, als ob sie
gemerkt hätte, dass es doch ganz schön mit mir ist!
Schade nur, dass der Sommer schon vorbei ist, denn da war den ganzen Tag die Terrassentüre auf und wir konnten rein und raus, wann wir wollten, mal haben wir Kühe verjagt, mal Maulwürfe aus dem Garten vertrieben (warum Mama und Papa da nur so geschimpft haben? Besser ein paar riesige Krater im Rasen, als Maulwürfe, oder?)… na ja, der nächste Sommer kommt bestimmt. Und wenn wir nicht grad am Walbecker See schwimmen waren, dann haben wir alle zusammen den Wald unsicher gemacht, aber das geht ja auch bei schlechtem Wetter und dann sind wir auch endlich mal wieder so richtig dreckig! An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal riesig für Eure liebevolle Fürsorge bedanken und wünsche allen anderen „Pflegekindern“ auch eine so gute Vermittlung.
Eure Sunny und Chevy mit Alexandra + Stefan
Eila & Rudi
Unser platonisches Liebespaar An die ersten Monate meines freudlosen
Junghunde-Lebens in Griechenland kann ich mich nur noch
schwach erinnern. Ich lebte auf der Straße und als
ziemlich großgewachsenes Exemplar hatte ich nicht die
allergrößten Chancen, jemals ein Altrüde zu werden. Ich
erinnere mich aber an eine hundefreundliche Dame, die
mein Schicksal anrührte, mich aufnahm und zur
Tierauffangstation nach Nikiti zu Samira und Hubert
brachte. Was sollte ich denn hier auf diesem eingezäunt
Grundstück und mit etlichen anderen Kolleginnen und
Kollegen zusammen - so schön fand ich das auch nicht und
schluffte traurig und ein wenig depressiv durchs
Gelände. Zusätzlich zu meinem Weltschmerz musste ich
auch noch eine Kastration über mich ergehen lassen. Ein
öder Tag reiht sich an den anderen. Natürlich kümmerte
man sich um mich, ich bekam gutes Fressen, wurde
medizinisch versorgt....aber ich blieb eben nur einer
von vielen. Eines Tages fährt ein Auto vor und meine Hundeaugen
erblicken eine.... „wouw“, was ist das denn...... eine
Claudia Schiffer in Hundegestalt! So etwas habe ich noch
nicht gesehen. Klasse Figur, lange schlanke Beine mit
noch schlankeren Fesseln, elegante Haltung. Wie kann ich
die Aufmerksamkeit dieser Hundedame auf mich lenken?
Sofort sehe ich mich nach eventuellen Nebenbuhlern um,
aber scheinbar haben die anderen Rüden nicht
mitbekommen, welche Klassefrau da soeben eingetroffen
ist. Umso besser für mich. Nach einiger Zeit ist es
endlich so weit. Die Beautyqueen wird zu uns gebracht
und ich stelle mich vor. Ihre Begeisterung hält sich
erst mal in Grenzen. Sie zieht es vor, erst mal das
Gelände zu begutachten und schnüffelt hier und dort. Die
elegante Art und Weise wie sie das bewerkstelligt,
treibt mich fast in den Wahnsinn und mit großer
Penetranz folge ich ihr. Ohne mit der Wimper zu zucken
hört sie meine Beteuerungen, sie sei die schönste
Hundedame der Welt und dass mein Herz ihr auf immer und
ewig gehöre, obwohl ich sie erst wenige Stunden kennen
würde. Wahrscheinlich haben ihr das schon viele Rüden
vorgebellt, denn meine Liebesschwüre beeindrucken sie
herzlich wenig.
Nach wenigen Tagen findet auch sie sich auf dem
Operationstisch in der Auffangstation wieder - nein, sie
ist nicht krank; sie wird kastriert. Kaum wieder auf den
Beinen setze ich meine Liebes- und Treueschwüre fort und
siehe da, scheinbar hat die Operation eine Wende zu
meinen Gunsten ausgelöst. Sie schmust mit mir und hängt
sich an mich wie eine Klette. So ein schönes
Hundedasein, wer hätte sich das noch erhofft. Jedoch
fange ich zwischendurch immer wieder mal Gesprächsfetzen
auf wie "Vermitteln nach Deutschland...am besten
zusammen"..."wie sollen wir das bewerkstelligen". Naja,
egal. Eila, das ist der Name meiner Angebeteten, und ich
freuten uns unseres Hundelebens und genossen die
gemeinsamen Tage. Eines Morgens holte Hubert uns zu
sich, und packte kurzerhand meine Eila und auch mich in
eine Transportbox. Danach haben wir nicht mehr viel
mitbekommen, weil man uns in eine Art Schlafzustand
versetzt hat. In meinem Dämmerzustand hörte ich
lediglich, dass wir zusammen nach Deutschland zu den
Tierfreunden Uedem, zu einer Irmi Osterkamp, kommen
sollten.
Mitten in der Nacht wurden wir vom Flughafen abgeholt
und zu unserer Vermittlungsstelle gebracht. Dort
angekommen, öffnete unsere neue Pflegemutter die Boxen
und wir nahmen diese halbe Person erst mal in
Augenschein. Ha, lächerlich, wie wollte dieser laufende
Meter uns denn betreuen?
Eila und ich sahen uns an und wäre es gegenüber
unserer neuen Pflegemutter nicht so unfreundlich
gewesen, wir hätten uns vor Lachen heiser gebellt. Aber
am nächsten Tag war Schluss mit lustig. Diese Person
verlangte von uns, in ein Auto zu springen, um uns,
irgendwo in der niederrheinischen Prärie, austoben zu
können. Wenn ich gewusst hätte, wie viel Freude das
macht, wäre ich sofort ins Auto gesprungen und hätte
Eila mitgezogen. So aber stellte ich mich erst mal stur
und es kostete unserer Pflegemutter etliche Mühe und
viele Würstchen, uns ins Auto zu verfrachten. Eila war
schließlich die Klügere von uns und gab als erste nach.
Es kamen noch zwei weitere Hunde mit, die uns schon
gebellt hatten, dass wir jetzt gleich frei durch Feld
und Wald toben könnten. Als griechischer Straßenhund
kann man sich so etwas aber einfach nicht vorstellen.
Diese herrlichen Austobrunden unternahmen wir ab jetzt
jeden Morgen und jeden Abend. Mensch, das war vielleicht
klasse - so völlig losgelöst und ungebunden durch den
Wald und das Feld zu jagen. Keine Frage, dass wir nun
immer sofort ins Auto hüpften - manchmal ging die Türe
gar nicht schnell genug auf. Natürlich wussten wir nicht, dass das hier nicht
unser endgültiges Zuhause werden sollte. Jeden Tag kamen
andere Leute, um uns oder unsere Artgenossen zu
begutachten. Immer wieder hörten wir Sätze wie "zusammen
vermitteln" wenn möglich - was heißt, wenn möglich?
Wollte man uns trennen? Ich konnte es nicht fassen und
betete zum Hundehimmel, dass dieses bitte nicht
geschehen möge. Ohne meine Eila wollte ich nirgendwohin
gehen. Meine Gebete sind doch tatsächlich erhört worden.
Eines Tages kamen Silke und Michael vorbei. Die beiden
entpuppten sich als wahre Hundeengel, liefen diverse
Strecken mit uns und entschieden sich, uns als
Liebespaar zu adoptieren. Damit wir nicht, getreu
unserer griechischen Straßenhund-Mentalität, das Weite
suchen, reparierten sie noch schnell den Zaun ihres
großen Grundstücks und schon hatten wir ein neues liebes
Zuhause. Sie verwöhnen uns, laufen mit uns......nur Eila
macht ihnen hin und wieder etwas Kummer. Sie ist nach
wie vor sehr temperamentvoll und hüpft vor Freude gern
jeden bzw. jede an. Leider freut sich nicht jeder
Angesprungene über die so zum Ausdruck gebrachte
Gunstbezeugung. Eine ältere Dame fand sich letztens am
Boden wieder und unsere Adoptiveltern haben sich
mehrfach entschuldigen und die Kosten für die Reinigung
übernehmen müssen.
Eila und ich lieben uns nach wie vor und sind sehr
glücklich, dass wir in Silke und Michael so
phantastische und liebevolle Adoptiv-Eltern gefunden
haben - deshalb geben wir auch ein großes Teil unserer
Hundeliebe an die beiden weiter; auch wenn wir das nicht
ímmer richtig zum Ausdruck bringen können - wir sind
sehr froh, bei Euch zu sein!
Eure Eila und Euer Rudi
Aika
Hallo liebe Frau Osterkamp,
ganz besondere Grüße aus Xanten senden Dir Aika und
Anhang.
Lange habe ich nichts von mir hören lassen, da wird
es höchste Zeit das zu ändern, Dir einen Schwank aus
meinem Leben zu erzählen, und mich noch mal zu bedanken
für Deine Mühe und Einsatz den Du meinen lieben Kumpels
und auch mir zukommen lässt. In meinem Zuhause bin ich
glücklich, ich liebe- und werde geliebt. Nur meine Leute
machen mir ab und zu schaffen, dann bekommen sie einen
Meckeranfall, und ich verstehe nicht warum, ich tu nix! Neulich zum Beispiel, da kommt mein Frauchen abends
von einer Tupperparty, und brachte zwei merkwürdige
Plastikobjekte mit. Diese habe ich mir in der Nacht dann
mal zur Brust genommen, und sie in tausend Einzelteile
zerlegt. Was da am nächsten morgen los war, darauf
möchte ich hier nicht näher eingehen. Gefallen finde ich
auch an Herrchens Schuhe, feinstes Leder vom
Herrenausstatter, ein Hochgenuss für meine Beißerchen.
Schuhe von Discounter finde ich nicht so toll, die sind
doch meistens nur aus Plastik, da bevorzuge ich dann
lieber Tupperware. Eine weitere Leidenschaft von mir
ist, den Garten umzugraben. Mit vollem Einsatz habe ich
im Rasen schon bestimmt zehn Löcher gebuddelt, da klingt
mein Kumpel sich dann auch gerne mit ein. Vier Pfoten
schaffen ja schließlich mehr wie zwei. Auch davon sind
meine Lieben gar nicht begeistert, dabei macht es doch
Riesenspaß. Abends kuschele ich mich dann ins warme,
weiche Golden-Retriever Fell meines Kumpels, und döse so
vor mich hin, oder ich lasse mir von Herrchen oder
Frauchen meinen Bauch kraulen, die wissen schon genau,
wo ich es besonders gerne hab.
Soviel aus meinem Leben. Ich wünsche Dir weiterhin
viel Erfolg, und
verbleibe bis zum nächsten mal
Deine Aika
Nicki
Endlich eine komplette Familie
Es begann beim Durchblättern der Niederrhein
Nachrichten. Tierfreunde Uedem ? Wer is dat denn ?
Das Foto sah jedoch vielversprechend aus. Also zum
Telefon gegriffen und angerufen. Nach einigen Versuchen
dann der Erfolg. Denkste, der Traumhund war schon
vermittelt. Frau Osterkamp machte mir jedoch Hoffnung
und versprach mir, weitere Fotos zukommen zu lassen. Was
ich dann zwei Tage später zu sehen bekam, trieb mir die
Gänsehaut auf den Rücken. Da schaute mich die kleine
Rosa mit ihrem einzigen Auge traurig an.
Die Entscheidung war gefallen. Danach folgte erst
einmal ein langes Telefonat mit Samira in Griechenland,
schließlich sind Bilder ja geduldig. Samira bestätigte
mich aber in meiner Entscheidung, teilte mir aber eine
Verzögerung der „Lieferung“ mit. Es mussten noch
Flugpaten gefunden werden.
Spazieren bei Regen?? Nicht dran zu denken!!!!!!!!!
Bei trockenem Wetter allerdings, werden wir unterwegs
schon einmal angerufen, ob noch alles in Ordnung sei und
wann denn mit einer Heimkehr zu rechnen sei. Ohne Leine,
ohne Jagdtrieb und sehr folgsam. Alles in allem eine
ganz tolle Freundin, mit der auch ich jeden Tag neue
Dinge an mir entdecke.
Ich danke Euch Tierhilfe Uedem, Samira, Hubert und
allen, die sich selbstlos für die Rettung dieser Tiere
einsetzen. Ohne Euch, hätte mein Leben nicht eine so
positive Note bekommen.
Ach ja, den Namen haben wir übrigens ihrer Herkunft
angepasst. Rosa heißt heute Nicki. Den zweiten Hund
werden wir dann Thessalo nennen.
Viele Grüße
Euer Stefan Stefan Bott, Kleve-Kellen
Nina
Liebe Samira Ties!
Lieber Hubert Ties!
Hier schreibt Ihnen die neue "Hundemutter" von Nina.
Ihre Adresse habe ich von Frau Osterkamp aus Uedem
bekommen.
Nina ist jetzt zwei Wochen hier und macht uns sehr viel
Freude. Sie ist ein so liebes Tier! Dabei versteht sie
sich hervorragend mit Jimmy, ihrem neuen "Bruder". Jimmy
ist auch aus dem Tierheim und ungefähr acht Jahre alt.
Gegenüber Nina verhält er sich wie ein Gentleman. Sie
darf sogar in seinem Körbchen liegen. Natürlich hat sie
auch ein eigenes Körbchen, und manchmal liegen sie auch
zusammen da drin. Immer wieder fordert sie Jimmy zum
Spielen auf, und beide verbringen viel Zeit mit Toben
und Balgen.
Ninas Beine sind recht gut verheilt. Sie kann laufen und
über kleine Strecken sogar richtig rennen. Jeden Tag
gehen wir Gassi. Zwanzig Minuten schafft sie leicht.

Außerdem gehen wir regelmäßig zum Schützenplatz. Da kann
ich Nina von der Leine lassen, so daß sie selbst
entscheiden kann, wie weit und wie schnell sie laufen
will. Bei schönem Wetter sind wir manchmal eine ganze
Stunde dort draußen. Zwischendurch macht sie immer mal
wieder eine Pause. Doch dann rennt sie wieder zu Jimmy
rüber, um zu gucken, was er macht. Oder um mit ihm
gemeinsam einen höchst interessanten Maulwurfshaufen
umzupflügen.
Am Schützenplatz gibt es auch einen kleinen Teich. Nina
watet gerne im seichten Wasser. Gestern gab es einen
besonders aufregenden Moment. Voller Übermut hatte sie
begonnen, in Ufernähe ein paar wilde Bocksprünge zu
machen. Unversehens ist sie dabei in das tiefe Wasser
geplumpst, wo sie nicht mehr stehen konnte. Aber es hat
ihr nichts ausgemacht. Ganz souverän ist sie gleich
wieder ans Ufer geschwommen.
Gestern gab es auch für mich noch eine Überraschung. Zum
erstenmal ist Nina selbständig im Atelier die Treppe
hochgelaufen, wenn auch nur bis zum ersten
Treppenabsatz. Dort blieb sie dann ganz verdattert
sitzen. Vieleicht war sie über ihre eigene Leistung ganz
erschrocken? Sicher wird es im Laufe der Zeit irgendwann
mit dem Treppensteigen so richtig klappen, daß ich sie
nicht mehr tragen muß. (Dabei trage ich sie gerne, -
fünfundzwanzig schwere, aber süße Kilo!)
Im Anhang zu dieser Mail habe ich noch einige Fotos
beigefügt. Auf einem der Bilder kann man gut sehen, wie
sie wie ein geölter Blitz über die Wiese fegt. Dieses
wird Ihr Herz sicher besonders erfreuen.
Mit lieben Grüßen!
Astrid Feuser


